Māori-Kultur, grosse Bäume und Heiligabend

23. – 24. Dezember: Nach einem weiteren himmlischen Frühstück bei Brita und Heinz machen wir uns auf die Weiterreise und besuchen zuerst das „Rütli“ Neuseelands, wo der Vertrag von Waitangi unterzeichnet wurde. Dieser gilt als neuseeländisches Gründungsdokument und wurde am 6. Februar 1840 ursprünglich von der Britischen Krone und etwa 40 Maori Chiefs unterschrieben. Auf sehr unterhaltsame Weise werden uns auf einem Spaziergang durch die schöne Anlage die wichtigsten historischen Fakten näher gebracht und wir können das grösste Kriegskanu der Welt bewundern. Dieses kann nur mit der Kraft von mindestens 76 Ruderern bewegt werden und wird noch heute jeweils am „Waitangi Day“ ins Meer gelassen. Anschliessend kommen wir in den Genuss einer kulturellen Darbietung der Māoris, wo uns ein traditioneller Willkommensgruss, Maori-Waffen, wunderschöne Gesänge und natürlich auch ein traditioneller Haka in ihren Bann ziehen.

Die Weiterfahrt Richtung Westen führt uns am schönen aber auch ziemlich unspektakulären Wasserfall Haruru Falls vorbei. Weil es bald danach zu regnen beginnt, beschliessen wir spontan, einen Abstecher zu den Ngawha Hot Springs zu machen. 16 Heilbäder mit unterschiedlichen Temperaturen und Mineralien werden von den Maori noch immer als Heilquellen genutzt und sind für uns ein angenehmer und entspannender Zeitvertrieb. Der 45 Grad warme Topf ist zwar schon sehr an der oberen Grenze und Yvo macht dann auch gleich wieder einen Rückzieher, danach lässt es sich bei 27 Grad aber auch wieder herrlich „abkühlen“. Für den Rest des Tages stinken wir dann leicht vor uns hin, da der Schwefelduft ziemlich penetrant auf unserer Haut verweilt. Dass wir am Abend eine Dusche haben, welche das Prädikat „schlechteste Dusche ever“ verdient, da wirklich so gut wie gar kein Wasser aus der Brause kommt, hilft da auch nicht wirklich…

Unser Etappenziel ist Omapere, von wo wir am Abend noch einen Ausflug in den Waipoua Forest machen. Dort befinden sich die grössten Kauri Bäume, die bis zu 50 Meter hoch werden und zum Teil mehr als 2000 Jahre alt sind. Ein Maori erzählt uns viel über die Bedeutung, die die Bäume aber auch die Natur allgemein für sie haben. Es ist eindrücklich, welch grossen Respekt sie der Natur entgegenbringen und der Gesang, mit dem unser Guide jeweils das Zusammentreffen mit diesen Baumriesen begleitet, ist wahnsinnig kraftvoll und schön und verursacht uns Gänsehaut.

Am 24. Dezember haben wir eine relativ lange Autostrecke zu absolvieren und versuchen uns mit unserer Christmas Playlist ein wenig in weihnächtliche Stimmung zu versetzen, was irgendwie nur so halbwegs gelingt, aber auch nicht weiter schlimm ist. Wir übernachten in einem hübschen B&B und gönnen uns in Coromandel Town ein feines Abendessen, welches wir dank den milden Temperaturen draussen geniessen, ganz wie es an Heiligabend üblich ist (oder so….).

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