Bis zum nächsten Mal!

26. – 27. Januar: Aber erst mal treten wir jetzt definitiv die Heimreise an. Fühlt sich noch etwas unwirklich an, aber wir wissen ja, wie schnell einen der Alltag wieder einholt. Ein bisschen sind wir hier in Singapur schon wieder in einen etwas – ich will ihn nicht hektisch nennen – aber anderen Rhythmus gerutscht und einen kleinen Teil der Zeitumstellung (wir sind euch hier „nur“ noch 7 Stunden voraus), haben wir auch bereits aufgeholt.

Die Stadt hatte ich ja schon beschrieben. Am Freitag Vormittag fahren wir nach Sentosa Island, eigentlich in der Absicht, Yvo noch ein bisschen Badeferien-Feeling zu gönnen. Naja, es gibt zwar eigentlich ganz schöne Strände hier, davor lagern aber unzählige Frachtschiffe und Supertanker und etwas was aussieht, wie eine Bohrinsel 🤔 Dazu gibt es Ölsperren und die Warnung vor Quallen… Und da zeigt sich jetzt vielleicht gerade, dass wir einfach verwöhnt sind. Zudem ist Sentosa Island in den letzten Jahren zum reinsten Vergnügungspark geworden (es gibt Universal Studios, Roller Coaster, Bungee Jumping, Zipline und alles was man eben so braucht, um sich zu vergnügen) und irgendwie will das Strandfeeling bei uns nicht so richtig aufkommen. Wir überlegen uns noch einen kurzen Moment, mit der Gondel zurückzufahren, hauptsächlich wegen der Aussicht, merken dann aber, dass diese gar nicht bis aufs Festland, sondern nur auf der Insel „gondelt“. Also Plan verworfen, wieder in die Monorail gestiegen und hopp, zurück in die Stadt, schnurstracks zum Hotel und ab in den Pool. Was wir da noch nicht wissen, es wird der erste Tag in Singapur seit Ende November, an dem es nicht regnet. Whoohoo… Deshalb gönnen wir uns nach der grössten Hitze und der Abkühlung im Pool einen Bummel zum Boat Quay und Clarke Quay, sicher eines der belebtesten Viertel hier. Es gibt Hunderte von Restaurants, schöne Spazierwege entlang des Flusses, aber auch Mallorca-Feeling, da dir bei jedem Restaurant – und das ist alle 3 Meter – die Speisekarte ca. 4cm vor die Nase gestreckt wird. Nein danke, wir haben (noch) keinen Hunger, nein danke, no thanks, merci nei, „oh Mann chömmer wieder gah?“ 😂 Wir finden einen ruhigeren Platz, wo wir uns einen Apero genehmigen und was trinkt man hier? Singapore Sling natürlich – Ehrensache! Also Yvo einen Campari Spritz, aber egal, Italien ist ja auch grad um die Ecke – quasi. Das Abendessen gehört definitiv nicht zu den Top 3, aber die quirlige Atmosphäre entschädigt uns dafür und wir entdecken auf dem Weg vom und zum Hotel zurück ein paar wirklich coole Quartiere, gefällt uns. Apropos Essen – gibt es hier reichlich! In unmittelbarer Nähe unseres Hotels gibt es einen asiatischen Food Court (wir befinden uns direkt bei Chinatown), wo es unzählige Essensstände gibt und es mittags und abends von Leuten, die sich da verpflegen, nur so wimmelt. Und man sieht genau, welches die Touristen sind. Die, die komplett überwältigt in der Mitte des Gewühls stehen, die Wege versperren und mit der Auswahl masslos überfordert sind. Ja, wir gehören auch zu denen 😉 Was es nicht einfacher macht, ist dass vieles mit asiatischen Schriftzeichen angeschrieben ist und wir wollen ja keine Kutteln essen (gibt es – haben wir gesehen…). Haben jetzt aber schon mehrmals da gegessen, war immer super lecker und kostet pro Person jeweils zwischen 5 und 8 Franken… Verglichen zum Essen im Touriviertel – much better! Aber das weiss man ja eigentlich…

Heute haben wir uns mehr oder weniger den ganzen Tag in klimatisierten Shoppingscentern aufgehalten, sind trotzdem ins Schwitzen gekommen (passiert sobald man einen Fuss nach draussen setzt, automatisch) und jetzt treten wir frisch geduscht die Fahrt zum Flughafen an. Schön, dass ihr uns auf der Reise begleitet habt und wir freuen uns aufs Wiedersehen. Bis gli!

Letzter Senf vom Co-Autor:

hatte ich auf der Nordinsel von Neuseeland mal gejammert von wegen heiss und tüppig?! Ich nehme alles zurück! Singapur ist echt zu viel für meinen Dieselmotor, der überhitzt hier schon nach wenigen Minuten. Heiss und 400 % Luftfeuchtigkeit, da sind die schönsten Momente die, wo die Kühlschrankluft aus irgendeinem Hotel oder Shop auf die Strasse zieht. Die Stadt ist schön, cool, gefällt, mit Palmen aber ohne Kühe. Aber die Temperatur nichts für mich, dafür gehe ich zu wenig gerne in gekühlte Einkaufscenter. Aber hey, ich hatte mich so auf Pool und Bädele gefreut. Erledigt, hat mich uhuerä besänftigt und runtergekühlt. Somit hat nun auch meine Seele ihren Frieden gefunden und ich kann diesen Trip als Vollerfolg im Soll verbuchen. Habe das Bädele allerdings einigermassen teuer bezahlt, bin jedoch um eine Erfahrung reicher. Kann nun voller Stolz behaupten, auch in Singapur in einem Medical Center gewesen zu sein! Das Poolwasser hat meinen Ohrenschmalz in Wallung gebracht und ich habe mir im Medical Center eine Ohrencure gegönnt. Cool, jetzt ist wieder alles picobello sauber und ich höre wieder wie ein Neugeborenes, oder ähnlich. In diesem Sinne, bin voll parat für das Berufsleben und freue mich uhuerä druf…. Oder so. Das Grossartige ist, bald sehen wir Euch wieder, aber eigentlich wollte ich sagen, nachdem diese Reise vorbei ist können wir endlich mit der Planung unserer nächsten Ferien beginnen. Hebets guet, bis glie.