Bay of Islands

21. – 22. Dezember: Nachdem wir am Donnerstagmorgen unseren nigelnagelneuen dunkelblauen Mazda übernommen und uns mit der seitenverkehrten Bedienung des Autos angefreundet haben, natürlich nicht ohne dabei ein paar Mal den Scheibenwischer anstelle des Blinkers zu aktivieren, machen wir uns auf Richtung Norden – auf der linken Strassenseite natürlich. Yvo findet es ja total unnötig, in Auckland noch extra einen Umweg via Yachthafen zu machen, ist dann aber so mit dem Autöli beschäftigt, dass er sich irgendwie verfährt und mir unfreiwillig doch noch den Besuch des Hafens ermöglicht. Und dieser Abstecher hat sich definitiv gelohnt:

Die Strasse Richtung Norden wird je länger je schmaler und kurvenreicher, führt vorallem durch Landwirtschaftsland und wir sind seit gestern überzeugt, dass es wider aller Informationen in Neuseeland mehr Kühe als Schafe geben muss… 🐮 Die Vegetation lässt sich nicht so einfach einordnen, es ist wahnsinnig grün, irgendwie erinnert uns die Landschaft an Alaska, es gibt sehr viel Farn, aber dann stehen auch überall Palmen, welche zusammen mit den eher schwülen Temperaturen dann doch wieder eher subtropisch anmuten.

In Whangarei, einem hübschen Städtchen mit riesigem Verkehrschaos – zumindest der Parkplatz vor dem Einkaufscenter ist wohl aufgrund der anstehenden Vorweihnachtseinkäufe zur absoluten Kampfzone mutiert – gönnen wir uns eine leckere Portion Fish & Chips und bewundern das schöne Hundertwasser-Haus, welches wir an dieser Ecke der Erde nun wirklich nicht erwartet hätten. Da Friedensreich Hundertwasser aber anscheinend einen grossen Teil seines Lebens im Norden Neuseelands verbracht hatte, ist überall mal wieder deutlich seine Handschrift erkennbar. Etwas weiter nördlich in Kawakawa, seinem damaligen Wohnort, steht denn auch die wohl meistbesuchte Toilette Neuseelands, ebenfalls eines seiner Werke. Die Zahl der fotografierenden Besucher übersteigt dann aber jene, die tatsächlich dort ihr Geschäft verrichten, wohl deutlich 😉

In Paihia, dem touristischen Zentrum der Bay of Islands, werden wir in unserem B&B ganz überraschend auf schweizerdeutsch begrüsst. Das erklärt dann auch den Namen „Allegra House“… Heinz aus dem Bernbiet und seine Frau Brita sind wunderbare Hosts und verwöhnen uns in ihrem schönen Zuhause mit einem Zimmer mit Aussicht auf die Bay und einem wunderbaren Zmorge.

Am Freitag begeben wir uns auf die Spuren von Captain Cook und unternehmen einen Bootstrip in die Bay of Islands, besuchen den Ort, wo Cook das erste Mal neuseeländischen Boden betreten hat (woher die das wohl so genau wissen?) und fahren bei ziemlich starkem Wellengang zum Hole in the Rock. Aufgrund der unruhigen See ist die Durchfahrt durchs Loch leider nicht möglich und Delphine, Wale und auch den Pinguin, der anscheinend in der Nähe unseres Bootes abgetaucht ist, sehen wir leider nicht, trotzdem ist es ein absolut lohnenswerter Ausflug. Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp auf Urupukapuka verlassen wir das Boot in Russell und bummeln durch das malerische Städtchen, bevor uns die Fähre nach Paihia zurückbringt und wir unsere Unterkunft genau rechtzeitig wieder erreichen, bevor ein leichter Regen einsetzt. Wir nutzen die Zeit, um ein erstes Mal Wäsche zu waschen und für eine Weile dem Wind zu entfliehen.

Ein Kommentar zu „Bay of Islands

  1. Das Kommentarfeld funktioniert wieder. Bitte Namen hinterlassen, falls ihr kommentiert. Liebe Grüsse aus Kiwiland, Andrea 😎

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